Nickel-Siliziumcarbid mit harter Matrix

Bei der elektrolytischen Abscheidung der Nickel-Siliciumcarbid-Schichten werden neben Nickel auch Hartstoffteilchen (<3 µm) aus Siliciumcarbid in die Schicht eingebaut.
Die Verschleißfestigkeit dieser Schichten wird bestimmt sowohl durch den Anteil an Siliciumcarbidteilchen und die Härte der Nickelmatrix, als auch durch die Gefügeveränderungen im Bereich der Korngrenzen; sie wird durch die SiC Einlagerung verursacht und kann Härten zwischen 620 und 640 HV annehmen. Damit wird es ermöglicht, die korrosionsbeständigen Eigenschaften des elektrolytisch abgeschiedenen Nickels mit den verschleißfesten Eigenschaften des Siliciumcarbids zu kombinieren. Außerdem zeichnen sich diese Schichten im Vergleich zu Nickellegierungsabscheidungen durch ihre hohe Temperaturbeständigkeit aus. Sowohl metallische und nichtmetallische Materialien, wie z. B. kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe können mit diesen Schichten haftfest beschichtet werden. Da für die meisten Anwendungsfälle eine Schicht mit einer Schichtstärke von 50 bis 100 µm völlig ausreichend ist, ist auch eine Nachbearbeitung dieser Schichten nicht immer notwendig. In vielen Anwendungsfällen, in denen eine hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit gefordert wird, stellen Nickelsiliciumcarbidschichten eine ideale Lösung dar. Beispielsweise haben sich Nickelsiliciumcarbid-Schichten als Beschichtung von Zylinderlaufbuchsen in der Automobilindustrie sowohl in Formel-1-Motoren als auch in der Serienfertigung bewährt, denn gerade in diesem Anwendungsfall sind hohe Temperaturbeständigkeit und hoher Verschleißschutz gefordert. Aber auch an die Innenbeschichtung von Rohren, die z.B. als Schabewärmetauscher in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt werden, werden hohe Anforderungen an die Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit gestellt. Deshalb ist eine solche Beschichtung oftmals eine bessere Alternative zur Hartchrombeschichtung.